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Werkzeug- und Formenreinigung

Wie Sie Werkzeuge, Spritzguss- und Druckgussformen im laufenden Betrieb reinigen — ohne Demontage, ohne Wasser, ohne Chemie. Branchenübergreifend einsetzbar von Kunststoff bis Lebensmittel.

2 Min Lesezeit
Werkzeug- und Formenreinigung

Warum Werkzeugreinigung der Engpass ist

Verkokungen, Trennmittel, Polymerrückstände und ausgegaste Additive setzen sich an jedem Produktionswerkzeug fest. Konventionell heißt das: ausbauen, abkühlen, mit Lösemitteln putzen, polierte Flächen vorsichtig nachpolieren. Stunden bis Tage Stillstand — bei laufender Produktion direkter Umsatzverlust.

Chemische Reiniger und abrasive Strahlmittel verschleißen Konturen, hinterlassen Rückstände und belasten Mitarbeiter.

Wie Trockeneis das Problem löst

Pellets aus −78,5 °C kaltem CO₂ werden mit Druckluft auf die Oberfläche beschleunigt. Drei Effekte greifen gleichzeitig: Kälte versprödet die Verschmutzung, die kinetische Energie löst sie ab, und das verdampfende CO₂ hebt die Partikel weg. Übrig bleibt nichts — kein Strahlmittel, kein Schlamm, kein Sondermüll.

Weil Trockeneis weicher ist als die meisten Werkzeugstähle, bleibt die Oberfläche unbeschädigt: keine Materialabtragung, keine Polierarbeit, kein Maßverlust.

Branchen, in denen sich der Wechsel rechnet

  • Kunststoffverarbeitung — Spritzguss-, Extrusions- und Tiefziehwerkzeuge
  • Lebensmittelindustrie — Formen mit direktem Produktkontakt, hygienische Reinigung ohne Chemie
  • Gießerei und Druckguss — Permanentformen, Kernkästen, Schiebermechanik
  • Automotive — Karosseriewerkzeuge, Lackieranlagen, Schweißroboter-Aufnahmen
  • Composite — Laminat- und Prepreg-Werkzeuge

Was Sie messbar gewinnen

  • 25–40 % weniger Reinigungszeit gegenüber Lösemittel-Verfahren
  • Reinigung im warmen Werkzeug — keine Abkühl-, keine Anlaufphasen
  • Längere Werkzeugstandzeit durch nicht-abrasive Reinigung
  • Saubere Entlüftungen → weniger Ausschuss durch Lufteinschlüsse
  • Keine Wasserabscheider, kein Sondermüll, keine MAK-Belastung

Düse, Pellet, Verbrauch — was Sie in der Praxis brauchen

Für feine Konturen und enge Hinterschneidungen nehmen Sie eine Fokusdüse mit 1,5 mm Pellets. Für großflächige Werkzeuge oder grobe Beläge eignet sich eine Flachstrahldüse mit 3 mm Pellets.

Der Trockeneisverbrauch liegt je nach Verschmutzungsgrad bei rund 0,2 kg für ein kleines Spritzgusswerkzeug bis etwa 2 kg für einen großflächigen Werkzeugträger. Frische Pellets (24 h alt, gleichmäßig weiß) liefern die beste Reinigungsleistung.

Welche Maschine passt

Für mobile Werkzeugreinigung an wechselnden Maschinen empfehlen wir den Champ Turbo oder Champ Turbo Pro — beide bringen genug Strahlleistung für hartnäckige Polymerrückstände und bleiben mit unter 20 kg an der Spritzgießmaschine handhabbar. Für hochintensive Reinigung großer Formen ist der Champ Ultra die richtige Wahl.

Werkzeugreinigung im laufenden Betrieb
Formenreinigung — Pellets im Strahl

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